Wie aus einem 5 Minuten Gespräch Schneespur wurde

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Und die Subunterschrift kann auch lauten „Ich habe mal wieder komplett übertrieben“. Aber fangen wir von vorne an, die Story ist auch nicht lange. Vor etwa 5-6 Wochen habe ich mit meinem Arbeitskollegen Julian kurz übers Vibe Coden gesprochen. Ich darauf, brauchst du was? Und er, klar. Nebenbei macht er im Winter Winterdienst. Schnee schaufeln, Wege freiräumen – was man eben als Winterdienst macht. Und da wir in Deutschland leben, muss man das ja im besten falle auch Dokumentieren. Kann ja sein, dass jemand ausrutscht und dann einen vor Gericht bringt. Er meinte, es gäbe dafür schon Softwares. Aber die meisten sind a) teuer, monatliches Abo oder b) sehen blöd aus (altbacken) oder c) mehr Enterprisebereich und nicht für jemanden, der das nebenbei macht um paar Euro dazu verdienen.

Schneller Überblick

Zusammenfassung

Der Artikel beschreibt, wie aus einem kurzen Gespräch mit einem Kollegen das Open-Source-Projekt Schneespur entstand. Schneespur ist eine selbst gehostete Software zur Dokumentation von Winterdiensteinsätzen. Nutzer können Fahrer, Kunden, Fahrzeuge und Einsätze verwalten. Die Lösung richtet sich an Einzelpersonen und Unternehmen, ist modular erweiterbar und auf Deutsch und Englisch verfügbar.

Auf den Punkt

  • Schneespur ist Open Source und kostenlos nutzbar.
  • Wintertrace ist die englischsprachige Version für internationale Nutzer.
  • Installation erfolgt auf eigenem Webhostingpaket, keine SaaS-Lösung.
  • GPS- und Wetterdaten werden zur Dokumentation erfasst.
  • Eigener Modul- und Update-Server namens Jenni sorgt für Aktualisierungen.
  • Kundenzugänge und unterschiedliche Benachrichtigungsoptionen stehen zur Verfügung.
  • Module ermöglichen Anpassungen für verschiedene Länder und Funktionen.

FAQ

Welche Funktionen bietet Schneespur?
Fahrer-, Fahrzeug- und Kundenverwaltung, GPS-Tracking, Wetterdokumentation, Einsatzerfassung und Berichterstellung.
Wie wird Schneespur aktualisiert?
Updates und Module werden über den Jenni-Server bereitgestellt; Updates können im Admin-Dashboard eingespielt werden.
Gibt es länderspezifische Anpassungen?
Ja, durch Module können länderspezifische Anforderungen wie Berichte oder Datenschutzrichtlinien integriert werden.
Ist Schneespur kostenpflichtig?
Nein, Schneespur ist kostenlos und Open Source.

Also habe ich gesagt… klar, kann ich dir machen. Klingt nach einem interessanten Projekt / Nutzungsfall und paar Stunden später ist das ganze schon eskaliert. Wie man es von mir auch kennt. Ich habe nicht erst eine kleine Software für Julian gemacht sondern direkt was größeres.

Schneespur und Wintertrace und Jenni und API und und und

Die eigentliche Software heißt Schneespur. Nen guten Namen zu finden in dem Bereich, wo die Domain auch noch frei ist, ist nicht gerade leicht. Aber eigentlich bin ich mit Schneespur zufrieden. Wintertrace ist dann der Englische / Internationale Name. Die Software, Laravel mit PostgreSQL und eigener PWA ist gedacht für ein normales Webhostingpaket. Denn ich will kein SaaS Business damit aufbauen, ich habe den Spaß am entwickeln / Vibe Coden. Deshalb ist das ganze auch als Open Source kostenlos zum Download für jeden zu haben.

Aber was ist nun Schneespur selber?

Es ist wie gesagt eine self hostet Open Source Software für Winterdienste. Ob Winterdienst nebenbei wie beim Julian oder als größeres Business. Und soll helfen bei der Dokumentation. Bisher war es ja meist der Fall, irgendwann früh morgens zu nem Kunden, die Arbeit machen und dann auf nen Zettel alles niederschreiben. Was gleichzeitig die Dokumentation ist als auch der Arbeitsbericht.

Schneespur macht folgendes: nachdem man es sich auf seinen Webhosting Paket installiert hat, richtet man das ganze ein. Fahrer anlegen, Fahrzeuge hinterlegen, Kunden speichern, Objekte zuordnen, Betriebsstandort und Daten hinterlegen, Wetterprovider auswählen und sich die OwnTracks App für Android und oder Apple installieren. Man loggt sich als Fahrer ein, unterschreibt die DSVGO Erklärung und startet seine Schicht. In der Basis Software sieht man dann seine angelegten Kunden und Objekte sowie verschiedene Einsatzarten.

Beispiel: Fahrer Josef startet seine Schicht, startet OwnTracks, fährt zum Kunden Müller. Kommt dort an, wählt diesen und das Objekt aus und wählt Streuen als Einsatzart aus und beginnt den Job. Josef streut überall und wenn er fertig ist drückt er auf Job beenden. Dokumentation erledigt.

Vor und nach dem Job wird jeweils ein Wettersnapshot aufgenommen und abgespeichert sowie seine GPS Aufzeichnung, welche man auch nicht im Nachhinein verändern kann. Zusätzlich kann man bis zu 5 Fotos mit schicken, z.B. Auto parkt falsch, man hat nicht räumen können. Oder hat nen Zaun angefahren.

Der Kunde kann, wenn er möchte, automatisch per Email benachrichtig werden bei einem erledigten Job. Josef klickt auf Job beenden = Dokumentation ist fertig + PDF Bericht wird im Admin gespeichert + Optional bekommt der Kunde direkt eine Email ebenfalls mit dem PDF Bericht. Falls der Kunde nicht per Email belästigt werden möchte, gibt es weiterhin ein eigenes Kundenportal. Der Kunde vom Winterdienst kann sich selber auf der Plattform anmelden, mit den Zugangsdaten die er bekommt, und sieht seine Objekte und Jobs die bei ihm gemacht wurden.

Wintertrace – das selbe auf Englisch

Relativ schnell war ich dann bei dem Gedanken, Moment mal. Schneespur ist eigentlich ne coole Sache. Also machen wirs International und mehrsprachig. Daraus entstand Wintertrace. Selbe Software, selber Code. Man ladet sich Schneespur herunter und je nach Herkunft (Sprache, Browser, manuelle Einstellung…) heißt das ganze dann nicht mehr Schneespur sondern Wintertrace.

Vom Umfang her, genau das selbe. Im Englischen heißt es dann nicht mehr DSVGO sondern GDPR. Auch kann man Schneespur auf Deutsch installieren und z.B. den Kunden Englische Sprache zuweisen. Alles ist dann auf Englisch. Wieso?

Weil Schneespur für Deutschland gut sein kann, Wintertrace aber auch für die Welt. Und ja, ich übertreibe gerne.

Rein Rechtlich ist das dann schon komplizierter. Weil was in Deutschland gilt, gilt nicht in Tschechien, Österreich, Schweiz, Italien oder geschweige den USA oder Kanada. Und auf nicht DACH soll sich Wintertrace konzentrieren. Aber mit dem selben Code. Eben durch den Einsatz von Modulen.

Und da kommt Jenni zum Einsatz

Jenni kam eigentlich aus einem anderen Grund. Schneespur entwickelt sich ja weiter. Neue Features. Bugfixes. Updates und co. Wie bekommt der Winterdienst also seine neueste Version ohne das ich diesen kenne? Weil Open Source, keine Registrierung – nichts. Downloaden. Es ist deins, nutz es. Also eine Updatefunktion integriert. Und mein Download / Upload / Module Server nennt sich Jenni. Jenni wird es auch mal als Open Source geben auf Jenni.download.

Jenni wird wie gesagt genutzt als Downloadserver. Wer sich Schneespur / Wintertrace auf der Seite herunterlädt, lädt nicht einfach nur ein zip Runter. Dieses wird vorher automatisch auf Viren Geprüft und Versioniert zum Download angeboten. Jenni macht aber auch die Update Magic in der Software selber. Neue Version auf Jenni? Die Schneespur Installation beim Winterdienst meldet sich, hey – es gibt nen Update. Der Winterdienstler muss es dann selber updaten, bzw. es geht automatisch im Admin Dashboard aber eben nicht voll automatisch.

Jenni wurde zuletzt aber auch soweit aufgebaut für die Auslieferung von Modulen. Dazu wird auch gerade noch ein JenniHUB entwickelt, so das man später eigene Module einreichen kann. Auch das wird es dann auf Schneespur.de und Wintertrace.com geben. Aber auch unabhängig als Open Source. Wer einen Download/Updateserver braucht kann Jenni nutzen. Wer Module in eigene Software integrieren möchte kann Jenni nutzen (Jenni liefert einen JSON Modulkatalog aus). Und wer noch einen Schritt weitergehen möchte und total übertreiben will, installiert sich noch JenniHUB als Plattform für Entwickler.

Zurück zum Thema.

Die Module

Winterdienst ist ein großer Bereich. Auch verschiedene Ansprüche. Verschiedene Aufgabenbereiche. Jeder Winterdienst ist anders, bzw. von einem Ein-Mann Betrieb bis hin zu einer größeren Firmenstruktur. Und alles im Core Code haben – dann wird das wieder eine Software, die vom Prinzip her gut ist aber total überladen ist mit Funktionen, die nicht alle brauchen. Deshalb wird es Module geben.

Der Schneespur Core ist schon soweit aufgebaut, dass man ohne weiteres es mit Modulen erweitern kann. Und auch diese werde ich veröffentlichen und pflegen. Sei es Telegram Benachrichtigungen (Kunde bekommt ne Telegram Nachricht, Job fertig. Oder der Betreiber, Fahrer Josef macht Feierabend… je nach Wunsch und Einstellung). Oder SMS, Slack, Discord…. Benachrichtigungen. Weitere Wetterprovider je nach Land. Weitere Sprachpakete (Tschechisch, Polnisch…). Ländermodule (PDF Berichte, Reports, Exports, DSVGO, Gepflogenheiten, Richtlinien…) speziell für nicht Deutschland. Das nen Österreichischer Winterdienst sich nur das Österreich Modul installieren muss und schon kann man es dort auch nutzen. Oder irgendwann später mal für die USA (was sehr komplex ist, je nach Staat, Region, Stadt, Bezirk…). Oder neue Mitarbeiter reinbringt. Lagermodul. Buchhaltung. Vertragsmanagement. Exports für Buchhaltungssoftware. Spezielle Reports für Versicherungen / Audits. Zwei Faktor Authentifizierung. Backups. Push Benachrichtigungen.

Wie gesagt, Übertreibe gerne

Weil mir ist schnell aufgefallen. Packe ich alles in eines = wird nie fertig, schlecht zu warten und für ne One Man Show im Winterdienst, du brauchst nicht alles. Das was jetzt Schneespur schon kann, GPS Daten aufzeichnen und speichern, saubere PDF Berichte, Statistiken im Admin Dashboard – das reicht für viele schon. Wer mehr möchte, kann sich dann gerne ein zusätzliches Modul installieren und die Funktionen erhalten, die er braucht.

Alles Open Source?

Schneespur und Wintertrace ist komplett Open Source. Jeder kann es downloaden, auf seinem Webhosting installieren und auch kommerziell nutzen. Keine Cloud. Keine Registrierung. Keine Kosten. Ich mache das, weil ich Bock darauf habe. Auch Module wird es als Open Source kostenlos geben. Thema Finanzierung, evtl. später mal ein Managed Hosting, spezielle Module auf Kundenwunsch, Premium Service Module (z.B. Push Benachrichtigungen über meine Infrastruktur), Installationsservice (Aktuell gibt es zwei Arten: eine Datei Installer (ganze Software wird vom Server geladen, geht schneller) oder das ganze zip Downloaden, entpacken und per FTP hochladen. Später evtl. auch für Docker/Coolify). Premium Support. Also eher im Bereich alles was extra ist. Normalen Support wirds geben, hab auch schon ein Diagnose Modul bereitgestellt was Fehlermeldungen automatisch an mich weiterleitet, dass ich es beheben kann.

Kostentechnisch wie gesagt, bisher alles kostenlos. Großteil wirds auch bleiben. Software selber. Module (evtl. mal Ausnahmen wodurch mir selber auch direkt Kosten entstehen für die Nutzung). Wenn dann sind es Sachen wie Managed Hosting oder Installationsservice. Je nachdem wie es ankommt / gewünscht wird.

Ich mache es, weil es mir Spaß macht. Nicht um damit Geld zu verdienen. Falls letzteres mal dazu kommt, schön aber das ganze soll nicht das nächste KI SaaS Startup sein, kein Bock drauf 🙂

Du willst mehr?

Schau dir Schneespur.de als Deutscher Besucher an und oder auch Wintertrace.com. Wenn es das ist was du suchst, installier es dir einfach. Läuft auf jedem Webhosting (PHP, Datenbank). Teste es. Nutz es. Und wenn dir was einfällt, schreibs mir. Ganz einfach das ganze 🙂

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